Futter vom Feinsten

Sehr geehrte Gäste, liebe Freunde

Sehr geehrte Gäste, liebe Freunde,

herzlich willkommen zu einem kleinen Rundgang durch unser Unternehmen. Obwohl wir wissen, dass gerade in unserer Branche Bilder viel mehr zählen als die schönsten Worte, erlaube ich mir vorab ein paar Zeilen zu unserer Philosophie.

Speisenmanufaktur

Bevor wir wussten, was Feng Shui bedeutet, haben Anette und ich uns Ende 1993 zusammengesetzt und haben aufgeschrieben, wie wir uns „Gastronomie“ vorstellen. Das entsprechende Schriftstück befindet sich natürlich immer noch in unserem Fundus alter Rezepte und Speisekarten.
Am allerwichtigsten ist uns nach wie vor die Qualität unserer Speisen. Wie verstehen uns daher als Manufaktur, verzichten auf Fritteuse, Mikrowelle und Gefriertruhe. Das, was wir unseren Gästen anbieten, kommt aus eigener Produktion. Die Teilnehmer unserer Kochkurse, die einen näheren Einblick in unsere Arbeit haben, können sich regelmäßig davon überzeugen, dass hinter den Kulissen keine Convenience – Produkte, Pulver oder Pasten verwendet werden, keine Tiefkühlprodukte und Konserven.
So können wir zum Beispiel kulinarisch bedenkenlos mit Lebensmittelallergien wie Zöliakie (Gluten Allergie) oder Laktose Intoleranz (Milchsäureunverträglichkeit) unserer Gäste umgehen. Da wir genau wissen, aus welchen Bestandteilen unsere Speisen bestehen, können wir auch bestimmte Zutaten ausschließen. Es ist für mich jedes Mal eine Freude, wenn ich Gäste diesbezüglich persönlich am Tisch beraten darf.
Es ist im Übrigen beachtlich, wie hoch der Anteil unserer Gäste heute ist, die unter Lebensmittel -unverträglichkeiten leiden. Zur Zeit meiner Ausbildung um das Jahr 1990 kann ich mich an diese Häufigkeit nicht erinnern.

Nachhaltigkeit

Neben dem Streben nach dem perfekten kulinarischen Erlebnis war es für uns immer ein großes Anliegen, die Küche abends zwar mit einer schmutzigen Schürze zu verlassen, jedoch mit einem sauberen Gewissen. Speisen, zu deren Herstellung Tiere gequält werden (Stopfleber von Gänsen, Froschschenkel, Wildfleisch aus Treibjagden), gehören bei uns nicht auf die Speisekarte. Fisch, der mit Schleppnetzen gefangen wird, die den Meeresboden blankschleifen und die Mikrofauna zerstören, ebenso wenig.
Wir verwenden nur Fisch aus Lang – oder Handleinenfang oder aus nachweislich umweltschonender Aquakultur. Außerdem unterstützen wir MSC (Marine Stewardship Council), FOTS (Friends oft he Sea) und Dolphin Safe (Schutz von Delphinen beim Thunfischfang), um auch zukünftigen Generationen die Beschaffung von Nahrungsmitteln aus dem Meer zu ermöglichen.

Der persönliche Draht

Ein erstaunliches Phänomen: Es gibt Tage, da ist unser Restaurant ganz einfach zu klein!
Wenn auch nicht alle 36 Plätze besetzt sind, so sind aber vielleicht alle 9 Tische belegt. Kommen jetzt noch neue Gäste, können wir ihnen keinen Platz mehr anbieten. Das ist für die Gäste genauso schade wie für uns.
Uns bleibt da allerdings ein kleines Trostpflaster: Wir besetzen die Tische regulär nur einmal. Wenn alle Essen gekocht sind, alle Gäste diniert haben, ist es für mich eine Ehre, unsere Gäste persönlich zu begrüßen und ich freue mich sehr, wenn die Arbeit des Le Crabe – Teams gelobt wird. Bei dieser Gelegenheit sind seit unserer Restaurant – Eröffnung im Dezember 2009 schon sehr viele persönliche Kontakte entstanden, die ich nicht mehr missen möchte.

Danke

Anette und ich werden auch in Zukunft mit viel Herz und Verstand bemüht sein, unseren Gästen etwas Wertvolles und Außergewöhnliches zu servieren.
Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle zunächst bei unseren Gästen dafür, dass die meisten ja „Wiederholungstäter“ sind sowie bei denen, die zum ersten Mal den Weg zu uns gefunden haben.
Danke aber auch an unsere Mitarbeiter, die ausnahmslos hervorragende Arbeit machen und unsere Philosophie mittragen, die selbst in Stresssituationen nie vergessen, freundlich zu sein.

Uwe Herrmann